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Dry January - Verzicht für den maximalen Genuss

  • Autorenbild: Katharina
    Katharina
  • 28. Jan. 2024
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 16. Feb.

Wann ist dieser traurige Monat endlich vorbei? Mal im Ernst, Kaffeeentzug und dann auch noch keinen Alkohol, keine Süßigkeiten und eine Ayurveda Kur. So sah zumindest zu 90% mein persönlicher Dry January aus. Ja es viel mir schwer. Am Schwersten war es für mich dem Kaffee zu entsagen, der bei mir drei Tage zu Syptomen, wie starke Kopfschmerzen, keine Konzentration und Müdigkeit geführt hat. Anstatt Kaffee gab es morgens Ibu - logisch? Irgendwie nicht.

Am Morgen lag kein frischer Kaffeeduft in der Luft, sondern fader, langweiliger Kräutertee. Trinkt man nicht umsonst nur, wenn man krank ist. Dazu gab es eine Ladung grauen Himmel, kalten Wind, und fießen Schneeregen ...schlimmer geht nimmer - hab ich gedacht. Habe ich es überlebt? Ja, klar! Geht es mir jetzt besser? Das muss wohl ein Arzt beurteilen.


Wussten schon die Römer...

Verzicht ist ein Bestandteil jeden Glaubens, wie die Fastenzeit im Christentum, der Ramadan im Islam. Es ist also nicht neu - nur heutzutage mehr en vogue. Der Dry January, der Veganuary der Sober October, Marketingtechnisch sauber verpackte Kampagnen, die in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind. Ob nun Vermarktung oder echtes Interesse an einer gesünderen, ausgewogenen Gesellschaft...diese Momente der Enthaltsamkeit lehren uns in den grauen Wintermonaten, vielleicht noch etwas mehr, dankbar zu sein. Mit all unseren materiellen Dingen, mag es viel sein oder wenig, kommt immer auf die Betrachtungsweise an oder den scheinbar einfachen Dingen, die wir in uns tragen. Mit guter Gesundheit, einem schlagenden Herz und einem gesunden Verstand auch ok und dankbar zu sein. Und dass es kein Problem ist zu verzichten, dass wir dem Genuss und dem unweit entfernten "moralischen Verfall" auch mal entsagen können. Die Welt ist doch crazy genug?

Der moderne Verzicht Moderner Verzicht erfreut sich größter Beliebtheit. Wir verzichten auf raffinierten Zucker, auf Fleisch aus Massentierhaltung, Millionen Menschen mittlerweile auf Milch, manche müssen auf Gluten verzichten, andere wiederum auf die Erdnüsse, der eine trinkt keinen Kaffee, der nächste verzichtet in seinem Holzhaus ganz auf fließendes Wasser und backt aus Ur-korn eigenes Brot. Es scheint als wären wir in einer Generation des Überflusses, von allem überfordert, von den Medien, der Auswahl an Lebensmitteln im Hypermarché. Immer mehr immer schneller immer weiter. Wo Selbstgeiselung und Verzicht einen kleinen stillen heimlichen Protest an sich selbst und an unserer modernen aus dem Ruder geratenen Gesellschaft übt. Warum dann nicht auch auf Alkohol verzichten?


Ob nun als Verzicht, um des Verzichtenswillens, als Selbstoptimierung, von Montag-Freitag jeden Januar, immer, nur weil man fährt oder schwanger ist, Alkohol einfach abstoßend findet oder schlicht gar keine Lust darauf hat, dass sei nun jedem selbst überlassen. Moralapostel dürfen andere spielen.

Wo Licht da Schatten, wo Ying da Yang, wo Verzicht da ist Genuss. Vielleicht ist es diese Spannung im Leben aus guten und aus traurigen Tagen, aus sonnigen Momenten und kalten Wintertagen, aus dem Sundowner mit einer Briese Meer und den Wollsocken bei Niesleregen, die dafür sorgen, dass wir Genuss auch wieder richtig genießen können. Für jeden ist Genuss etwas anderes. Bleiben wir beim Wein, beim Essen, bei der Tafel "à table à table" ist es in Maßen und mit gesundem Menschenverstand, Ausgleichsaktivitäten und etwas Wissen doch kein Problem eine Balance zu halten, denke ich.

Die Genussmomente

Und sind wir mal ehrlich: sind es nicht die schönsten Momente, die, an denen es ausschweift, Momente in denen man nicht an morgen, die Pflichten, die Arbeit oder Konsequenzen denkt, wo das Glas halb voll ist, anstatt halb leer. Sind es nicht diese Momente, die es lebenswert machen, die uns ein Leben lang ein kleines Schmunzeln ins Gesicht zaubern?


Und ja das geht jetzt auch alkoholfrei oder ohne Alkohol!



Jetzt mal die Fakten, denn alkoholfrei ist nicht gleich ohne Alkohol!

Alkoholfrei = unter 0,5 Volumenprozent Alkohol

Alkoholfrei bedeutet lediglich unter 0,5 Volumenprozent Alkohol pro Liter. Das heißt, dass entalkoholisierter Wein definitiv noch Restalkohol hat, jedoch ist 0,5 % eine sehr geringe Menge.

Oft enthalten Brot, reifes Obst, Saft oder Marmelade, Malzbier, Kinder Bueno (!!!) oder Fertiggerichte mehr als die alkoholfreien 0,5 Volumenprozent.


Ohne Alkohol = 0,0 Volumenprozent Alkohol

Ohne Alkohol bedeutet auch wirklich ganz ohne Alkohol, technisch gesehen ist diese Umsetzung allerdings nur bei Bier möglich. Mittlerweile findet man sehr viele Biermarken die das 0,0 % Bier anbieten.


Herstellung

Alkoholfreier Wein wird aus vollständig vergorenen gereiften Weinen hergestellt.

Der Wein wird nach der Herstellung entalkoholisiert durch 2 Verfahren

Destillation oder Filtration


Bei der Destillation wird der Alkohol durch Wasserdampf aus dem Wein herausdestilliert. Der Wein wird im Vakuum auf ca. 30°Grad erhitzt. Hier beginnt dann der Alkohol zu verdampfen.


Bei der Filtration oder Umkehrosmose pressen die Winzer mit sehr hohem Druck gegen eine Membran, die so fein ist, dass nur Wasser und Alkohol hindurch sickern können. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis der Wein entalkoholisiert ist.


Persönlich finde ich es super spannend ab und an eine alkoholfreie Alternative zu wählen.

Es geht um diesen kleinen feinen Genussmoment und dafür bedarf es oft ein bisschen mehr als Kräutertee und kaltes Wasser.


Alkoholfreies Bier ist definitiv in der Mitte der Gesellschaft angekommen, es ist fast überfall verfügbar, zu 95% ist es gut und steht dem Original in nichts nach. Ich habe letztes Jahr das Carlsberg 0,0% vol. probiert, was ich super fand! Aber auch Gösser, Heineken und Corona sind zu empfehlen.

Bei Wein ist es etwas schwieriger, da der Alkohol als Geschmacksträger fehlt und Wein per Definition nunmal ein Produkt mit Alkohol ist. Jedoch sollen laut meiner Recherche die guten Inhaltsstoffe, die der Wein hat, wie zum Beispiel Phenole auch in der alkoholfreien Variante enthalten bleiben. Zusätzlich hat alkoholfreier Wein weniger Kalorien.


 

Meine Empfehlungen:


Gut gelungen sind viele alkoholfreie Sekte: 1 Kolonne Null, ROSÈ PRICKELND, Berlin, so en bisschen mein heimlicher Favorit

2 Weingut Zotz, BLANC DE BLANCS, Heitersheim, ausgewogen und schön prickelnd

3 Schloss Vaux NOUVEAUX (alkoholreduzierte 2 % vol.), geschmacklich gut, da so wenig Alkohol, da würde ich mir etwas mehr oder keinen wünschen.




Bei Stillweinen tue ich mich etwas schwer, zu empfehlen sind:

1 Kolonne Null, VERDEJO, Berlin oder Blanc, toll für den Sommer bei heißen Temperaturen am Pool, da frisch

3 Goodvines, Cabernet Sauvignon, Heidelberg, nicht süß und ausbalancierter Geschmack




Super spannende und außergewöhnliche saftige Prickler gibt es von:




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